Moving Abstractions
Filmprogramm, kuratiert von Klaus W. Eisenlohr/Directors Lounge

15.-22. Januar, jeweils 18 bis 24 Uhr, in den Fenstern der Galerie Nord

Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten
Turmstraße 75, 10551 Berlin

 

www.kunstverein-tiergarten.de

mit folgenden Filmen:
Jos Diegel: Unendlicher Spannteppich (des VIP-Empfangsraums), D 2018, 0:45 Min. 
Clara Bausch: Msza swieta w Altonie
, D 2013, 4:30 Min.
Matthew Pell: Luminous
, USA 2011, 5 Min.
Andreas Gogol: Xarussell
, D 2017, 7:02 Min.
Clemens Fürtler, Christian Vogel: Bildmaschine 07
, AUS 2015, 4 Min.
Melissa Faivre: Background World
, D 2018, 7:20 Min.
John D’Arcy, Deborah Uhde: Back ande Vor
, D/UK 2014, 5:32 Min.
Mark Street: After Synchromy
, USA 2015, 5:11 Min.

Am Donnerstag, den 5. März um 19 Uhr findet dieses Programm auch als moderierter Filmabend mit Klaus W. Eisenlohr statt.



„Moving Abstractions“ zeigt eine Reihe experimenteller Filme Berliner und internationaler Künstler*innen. Die Filme arbeiten mit Abstraktionen, in dem Sinne, dass sie keine Story erzählen, oder kein dokumentarisches Anliegen verfolgen. Dennoch sind die Bilder keine ungegenständliche Lichtmalerei. Filmbilder auf der Leinwand, zumeist im fotografischen Prozess oder mit digitalen oder analogen Mitteln aufgezeichnet, sind eigentlich Oberflächen ohne räumliche Tiefe. Die fotografischen Bilder erzeugen jedoch nicht nur symbolische Oberflächen, sondern die Illusion von räumlicher Tiefe und Textur. Textur und Struktur haben im bewegten Bild eine umso größere Bedeutung, wenn die „Filmerzählung“ nicht durch einen Plot zusammengehalten wird, sondern durch Bewegung der Kamera, durch assoziative Montage, schnelle Bildabfolge oder durch Bildüberlagerungen und Verfremdungen. Die Bilder erzeugen Assoziationsräume, und die Filmerzählung wird durch die Zuschauer selbst hergestellt, durch die Verknüpfung der Bilder. Abstrakter oder struktureller Film kann dabei ebenso einen Assoziationsrahmen ergeben, wie die eigene bildhafte Erinnerung. Zwei (oder drei) der Filme bieten einen solchen Raum der Referenz an frühe abstrakte Filmwerke: „Back ande Vor“ von Deborah Uhde und John D'Arcy und „After Synchromy“ von Mark Street.

 

Klaus W Eisenlohr